Sand in den Schuhen und dennoch „(fast)“ ungeschlagen

Am 16./17. Juli 2016 fand traditionell kurz vor den Sommerferien der HT-BeachCup 2016. Auch unsere baywatch Handballer der mC1 und mB1 ging es in den Sand.

Wie auch bei Beachvolleyball, Beachsoccer oder Beachminton wird dieses Spiel barfuß auf einer Sandfläche oder am Strand gespielt. Zwei Mannschaften mit jeweils vier Spielern (inkl. Torhüter) bestreiten ein Spiel, das über zwei zehnminütige Halbzeiten – die unabhängig voneinander gewertet werden – geht.

Es gelten natürlich total andere Regeln welche von der Trainerin Svenja Rothenstein in zwei kurzen Sequenzen beim Training geübt wurden. Wären dieser Trainingseinheiten schauten sich Jutta Vis und Nils Engels mit großen aufgerissen Augen fragend an: „Und hast Du das verstanden?“, die Antwort kam prompt: „Nö“

Mit über 100 teilnehmenden Mannschaften erfreute sich das Turnier auch in diesem Jahr großer Beliebtheit.

Die Beachboys der mC1 machten um 9:15 Uhr den Anfang und gewannen die ersten Spiele, da Sie die Regeln sehr gut umgesetzt hatten. Trainerin Svenja Rothenstein kann Stolz auf die Umsetzung sein. Unter Argusaugen des Betreuers Nils Engels, der mehr damit zu tun hatte die Regeln und Spielzüge zu verinnerlichen, spielte sich die Mannschaft, trotz terminlichen Drucks der Trainerin, ins Finale.

Dort verloren die Beachboys das erste Spiel in diesem Turnier und wurden Zweiter, erstklassig da dies das allererste Beachhandballturnier war.

Trainerin Jutta Vis, kam schon mit Falten auf der Stirn um 14:30 Uhr in den Sand, mit einer gewissen Vorahnung das hier länger gebeached wird als vorgesehen (Recht sollte Sie bekommen).

In diesem Jahr litten insbesondere die Wettbewerbe der der B- und A-Jugend am Samstagnachmittag und -abend unter dem zwar leichten, aber stetigen Regen.

Das erste Spiel der mB1 begann dann statt um 15:15 Uhr um 17:30 Uhr, die Laune der Trainerin verschlechterte sich minütlich. Da konnte man nur von Glück sagen das Betreuer Nils Engels sich der Regeln um die Mannschaft annahm, welche einen hervorragenden Start ins Turnier zeigte. Die fliegenden Waden der mB1 vom HSV/Hamm02 bewies Siegermentalitäten und erreichte trotz der widrigen Umstände auch den zweiten Platz.

Zur Info:

Beachhandball wird auf einem Sandspielfeld von der Größe 27 × 12 Meter gespielt. Der Torraum ist im Unterschied zum Hallenhandball-Halbkreis rechteckig. Im Gegensatz zum Hallenhandball gibt es je nach Art des Torwurfs unterschiedlich viele Punkte. Für ein einfaches Tor erhält das Team einen Punkt. Der Torhüter darf ins Angriffsspiel mit einbezogen werden, bzw. durch einen speziell gekennzeichneten Schlüsselspieler ersetzt werden. Torwürfe durch diesen Schlüsselspieler (Torhüter oder für diesen eingewechselter 4. Feldspieler) zählen zwei Punkte. Ebenso für den „Kempa-Trick“ (im Flug gefangen und geworfener Treffer) zwei Punkte.

Gewinnt ein Team beide Halbzeiten, so erhält es 2:0 Sätze in der Tabelle. Gewinnt jedes Team eine Halbzeit, geht es direkt ins Shoot-out (Penaltywerfen): Der Spieler startet vom eigenen Torraum aus, spielt den Ball zum eigenen Torhüter, erhält auf dem Weg zum gegnerischen Tor den Ball vom eigenen Torhüter und wirft dann auf das gegnerische Tor. Wenn der Ball den Boden berührt oder der Spieler nach Fangen des Balls mehr als drei Schritte geht ist der Versuch ungültig. Endet eine Halbzeit unentschieden, so wird diese per Golden Goal entschieden. Dazu erfolgt, wie beim Beginn einer jeden Halbzeit, der Anwurf per Schiedsrichterwurf.

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